Wärmepumpe im Altbau: Geht das?

Kurze Antwort: Ja, fast immer. Lange Antwort: Es kommt auf Ihr Gebäude an. Wir erklären ehrlich, wann eine Wärmepumpe im Altbau Sinn macht – und wann vielleicht nicht.

beedoolino – der bee-doo Erklärbär

Hallo, ich bin beedoolino!

Wärmepumpe im Altbau — geht das? Ich zeige dir, was möglich ist, welche Typen passen und worauf du achten musst.

Der größte Mythos: „Ohne Fußbodenheizung geht nichts“

Das hören wir am häufigsten – und es stimmt nicht. Moderne Wärmepumpen arbeiten auch mit normalen Heizkörpern effizient, solange die Vorlauftemperatur nicht über 55°C liegen muss. In den meisten Altbauten (Baujahr ab 1970) ist das der Fall, besonders wenn die Heizkörper großzügig dimensioniert sind.

Was hilft: Einzelne zu kleine Heizkörper gegen größere tauschen. Das kostet wenige hundert Euro pro Raum und reicht oft aus, um die Vorlauftemperatur unter 55°C zu bringen.

Welche Wärmepumpe für welchen Altbau?

Wärmepumpen-TypIdeal fürKosten (inkl. Einbau)
Luft-WasserDie meisten Altbauten, einfache Nachrüstung25.000 – 35.000 €
Sole-Wasser (Erdwärme)Große Grundstücke, hoher Wärmebedarf35.000 – 50.000 €
Wasser-WasserGrundwasser verfügbar, höchste Effizienz30.000 – 45.000 €
Hochtemperatur-WPUnsanierter Altbau, >55°C Vorlauf30.000 – 40.000 €

Für die meisten Altbauten empfehlen wir die Luft-Wasser-Wärmepumpe: Sie braucht keine Erdbohrungen, ist schnell installiert und bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. bee-doo setzt auf Markenmodelle mit natürlichem Kältemittel (R290 Propan) – das gibt zusätzlich 5% BAFA-Bonus.

Die 4 entscheidenden Fragen für Ihren Altbau

1. Wie hoch ist Ihr Gasverbrauch?

Ein Gasverbrauch unter 20.000 kWh/Jahr deutet auf ausreichende Dämmung hin – ideal für eine Wärmepumpe. Bei über 30.000 kWh sollte zuerst geprüft werden, ob einfache Dämmmaßnahmen (Kellerdecke, oberste Geschossdecke) den Verbrauch senken können.

2. Welche Heizkörper haben Sie?

Große Plattenheizkörper (Typ 22 oder 33) funktionieren gut mit Wärmepumpen. Kleine Rippenheizkörper aus den 60er Jahren müssen evtl. getauscht werden – das ist aber unkompliziert und günstig.

3. Wo steht das Außengerät?

Das Außengerät einer Luft-WP braucht ca. 1 m² und sollte mindestens 3 m vom Nachbarfenster entfernt stehen. In engen Reihenhaussiedlungen kann das eine Herausforderung sein – wir prüfen das beim Vor-Ort-Termin.

4. Gibt es schon PV auf dem Dach?

Die Kombination PV + Wärmepumpe ist das Optimum: Im Sommer heizt die Wärmepumpe Ihr Warmwasser mit kostenlosem Solarstrom. Im Winter senkt der PV-Eigenverbrauch die Heizkosten zusätzlich. Mehr dazu: PV + Wärmepumpe: Das perfekte Duo

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Muss ich vorher dämmen?

Nicht zwingend – aber es hilft. Die gute Nachricht: Auch Teilmaßnahmen bringen viel. Die Kellerdecke zu dämmen kostet ca. 3.000–5.000 € und senkt den Wärmebedarf um 5–10%. Die oberste Geschossdecke zu dämmen bringt ähnlich viel. Beides zusammen kann den Unterschied zwischen „Wärmepumpe funktioniert“ und „Wärmepumpe funktioniert optimal“ machen.

Eine komplette Fassadendämmung ist in den meisten Fällen nicht nötig und rechnet sich oft erst nach 20+ Jahren. Wir beraten Sie ehrlich, welche Maßnahmen für Ihr Haus sinnvoll sind.

Praxis-Tipps aus über 500 Installationen

Wann eine Wärmepumpe schwierig wird

Ehrlichkeit gehört dazu: In wenigen Fällen ist eine Wärmepumpe nicht die beste Lösung. Das betrifft vor allem völlig unsanierte Vorkriegsbauten mit Einzelraumheizungen und Gasverbrauch über 40.000 kWh/Jahr. Hier kann eine Hybridlösung (Wärmepumpe + bestehender Gaskessel als Spitzenlastabdeckung) der bessere Einstieg sein.

Weiterführende Ratgeber
→ Wärmepumpe Kosten 2026: Alle Kosten im Überblick → Förderung Wärmepumpe 2026: Bis zu 70% Zuschuss → Heizung umrüsten auf Wärmepumpe: Ablauf & Kosten
PG
Patrick Grabowski
Geschäftsführer, bee-doo GmbH
Meisterbetrieb · IHK-zertifiziert · 3.000+ installierte Anlagen

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