Anschaffungskosten nach Wärmepumpen-Typ

Die Kosten einer Wärmepumpe hängen stark vom Typ ab. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist mit Abstand am weitesten verbreitet (über 80% Marktanteil) und bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis:

Wärmepumpen-Typ Gerät Einbau Gesamt
Luft-Wasser (Monoblock) 12.000–18.000 € 10.000–15.000 € 25.000–35.000 €
Luft-Wasser (Split) 11.000–17.000 € 12.000–17.000 € 26.000–36.000 €
Sole-Wasser (Erdwärme) 14.000–22.000 € 18.000–28.000 € 35.000–50.000 €
Wasser-Wasser 14.000–20.000 € 20.000–35.000 € 38.000–55.000 €
Luft-Luft (Klimaanlage) 3.000–8.000 € 2.000–5.000 € 5.000–13.000 €

Die Einbaukosten umfassen Demontage der alten Heizung, hydraulischen Abgleich, Anschluss an das bestehende Heizsystem, Fundamentarbeiten und Elektrik. Im Altbau liegen die Einbaukosten meist am oberen Ende, da oft Anpassungen an Heizkörpern oder Leitungen nötig sind.

Rechenbeispiel: Einfamilienhaus mit Luft-Wasser-WP

Bruttokosten: 30.000 € (Gerät 15.000 € + Einbau 15.000 €)

Förderung (55%): −16.500 € (30% Grund + 20% Klimabonus + 5% Effizienz)

Eigenanteil: 13.500 € — für eine Heizung die 20–25 Jahre hält

Wärmepumpe Kosten im Altbau

Im Altbau kommen häufig Zusatzkosten für die Optimierung des Wärmeverteilsystems hinzu. Moderne Wärmepumpen arbeiten zwar auch mit herkömmlichen Heizkörpern effizient (Vorlauftemperatur bis 65°C), aber für optimale Effizienz empfiehlt sich:

Maßnahme Altbau Kosten Empfehlung
Hydraulischer Abgleich 650–1.200 € Pflicht für Förderung
Heizkörper-Tausch (pro Stück) 500–1.000 € Bei alten Rippenheizkörpern
Fußbodenheizung nachrüsten 50–80 €/m² Ideal, nicht immer nötig
Dämmung Kellerdecke 30–60 €/m² Quick Win für Effizienz
Pufferspeicher (500L) 1.500–2.500 € Empfohlen bei Altbau

Wichtig: Der Klimageschwindigkeitsbonus (20% extra) gibt es speziell für den Tausch einer fossilen Heizung — das macht den Altbau finanziell besonders attraktiv. Zusammen mit der Grundförderung (30%) und dem Einkommensbonus (bis 30% bei ≤40.000€ Haushaltseinkommen) sind bis zu 70% Förderung möglich.

→ Alle Details zur Wärmepumpe-Förderung 2026

Laufende Kosten: Strom, Wartung, Versicherung

Die Betriebskosten einer Wärmepumpe sind deutlich niedriger als bei Gas oder Öl. Der Schlüssel ist die Jahresarbeitszahl (JAZ): Sie gibt an, wie viel Wärme die Pumpe aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt.

Kostenart Pro Jahr Anmerkung
Strom (20.000 kWh Bedarf, JAZ 3,5) 1.570 € 5.714 kWh × 27,5 ct/kWh (WP-Tarif)
Strom mit PV (30% Eigen) 1.070 € Eigenverbrauch spart ~500 €/a
Wartung 150–250 € Jährlich empfohlen
Versicherung (Wärmepumpe) 80–150 € Optional, empfehlenswert
Gesamt pro Jahr 1.800–1.970 € Ohne PV / 1.300–1.470 € mit PV

Wärmepumpe vs. Gasheizung: 20-Jahres-Vergleich

Über die Lebensdauer gerechnet gewinnt die Wärmepumpe deutlich — besonders mit steigenden CO₂-Preisen und Gaskosten:

🌱 Wärmepumpe (Luft-Wasser)

~48.000 €
Anschaffung: 13.500 € (nach 55% Förderung)
Betrieb 20 J.: ~31.400 € (mit PV: ~26.000 €)
Wartung 20 J.: ~4.000 €
CO₂-Preis: 0 €

🔥 Gas-Brennwertheizung

~65.000 €
Anschaffung: 10.000 € (keine Förderung)
Betrieb 20 J.: ~42.000 € (steigend)
Wartung 20 J.: ~5.000 €
CO₂-Preis: ~8.000 € (steigend bis 2045)

Der Unterschied von ~17.000 Euro über 20 Jahre wird noch größer, wenn man den steigenden CO₂-Preis (ab 2027: EU-ETS2 für Gebäude) und tendenziell steigende Gaspreise einrechnet. Hinzu kommt: Ab 2045 ist Gas-Heizen in Deutschland verboten — die Wärmepumpe ist zukunftssicher.

Was kostet eine Wärmepumpe für Ihr Haus? Wir berechnen Ihnen kostenlos die exakten Kosten inkl. Förderung — in 2 Minuten.

Kosten berechnen →

Zusatzkosten & versteckte Kostenfallen

Achten Sie bei Angeboten auf diese Positionen, die manchmal nicht im Pauschalpreis enthalten sind:

Position Kosten Hinweis
Schallschutzhaube 800–2.000 € Pflicht wenn Grenze <3m (TA Lärm)
Elektrik-Upgrade (Zählerschrank) 1.500–3.000 € Bei alten Zählerschränken nötig
Fundamentplatte / Wandkonsole 500–1.500 € Oft im Angebot enthalten
Entsorgung alte Heizung (Öltank) 1.000–3.000 € Öltank-Entsorgung aufwändig
KfW-Ergänzungskredit (Zinsen) variabel Bis 120.000 € zu 1,41% eff.

bee-doo Tipp: Wir arbeiten ausschließlich mit Festpreisangeboten — alle oben genannten Positionen sind enthalten. Keine Nachzahlungen, keine Überraschungen.

Wärmepumpe + Photovoltaik: Das Spar-Kombi

Die Kombination aus Wärmepumpe und Solaranlage ist wirtschaftlich am stärksten: Die PV-Anlage liefert den Strom, die Wärmepumpe macht daraus Wärme. Durch den Eigenverbrauch sinken die Heizkosten um 30–50%.

Kombi-Rechnung: WP + PV + Speicher

Wärmepumpe (Luft-Wasser): 30.000 €

PV-Anlage 10 kWp + 10 kWh Speicher: 22.000 €

Gesamt brutto: 52.000 €

Förderung WP (55%): −16.500 €

PV-Einspeisung + Ersparnis/Jahr: ~2.400 €

Eigenanteil: 35.500 € — Amortisation in ~10 Jahren

Häufige Fragen zu Wärmepumpe-Kosten

Was kostet eine Wärmepumpe 2026 mit Einbau?
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet 2026 inklusive Einbau zwischen 25.000 und 35.000 Euro. Durch die BEG-Förderung (30–70%) sinken die tatsächlichen Kosten auf 7.500 bis 24.500 Euro. Erdwärmepumpen liegen bei 35.000–50.000 Euro vor Förderung.
Welche laufenden Kosten hat eine Wärmepumpe pro Jahr?
Die Stromkosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe liegen bei einem typischen Einfamilienhaus (20.000 kWh Wärmebedarf, JAZ 3,5) bei ca. 1.570 Euro pro Jahr. Mit eigener PV-Anlage sinken die Kosten auf 800–1.100 Euro. Dazu kommen ca. 150–250 Euro Wartung jährlich.
Ist eine Wärmepumpe günstiger als eine Gasheizung?
Ja, über 20 Jahre gerechnet ist eine Wärmepumpe deutlich günstiger. Gesamtkosten: WP ca. 48.000€ vs. Gas ca. 65.000€. Der Unterschied wächst durch steigende CO₂-Preise und Gaskosten weiter.
Was kostet eine Wärmepumpe im Altbau?
Im Altbau kostet eine Wärmepumpe mit Einbau 28.000–40.000 Euro. Zusätzlich können Kosten für Heizflächenoptimierung anfallen (5.000–15.000€). Dafür gibt es den Klimageschwindigkeitsbonus von 20% extra beim Tausch einer fossilen Heizung.
Welche Wärmepumpe ist die günstigste?
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe (Monoblock) ist mit 12.000–18.000€ (nur Gerät) die günstigste Variante. Luft-Luft-Wärmepumpen sind noch günstiger (ab 8.000€), eignen sich aber nur als Ergänzung.
Lohnt sich eine Wärmepumpe mit Photovoltaik?
Definitiv. Eine PV-Anlage deckt 30–50% des WP-Stroms ab und spart 400–700€ jährlich. Die Kombination wird durch den Effizienzbonus (5% extra Förderung) belohnt. Amortisation: 8–12 Jahre.
PG
Patrick Grabowski
Geschäftsführer, bee-doo GmbH
Wärmepumpe-Installateur · 500+ installierte WP-Systeme · BAFA-zertifiziert

Kostenlose Wärmepumpe-Beratung

Wir berechnen die exakten Kosten für Ihr Haus — inklusive aller Fördermöglichkeiten. Eigener Meisterbetrieb, keine Subunternehmer, Festpreisgarantie.

Jetzt Angebot anfragen →