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Stromspeicher: Welche Größe brauche ich?

5 kWh, 10 kWh oder doch 15 kWh? Die richtige Speichergröße entscheidet über Wirtschaftlichkeit und Eigenverbrauch. Wir zeigen Ihnen einfache Faustformeln und konkrete Rechenbeispiele.

Speicher · 5 Min. Lesezeit · März 2026

Dimensionierung eines Stromspeichers für EinfamilienhausKI-generiertes Bild
Kurz beantwortet: Welche Speichergröße ist richtig?

Faustregel: 1 kWh Speicher pro kWp PV-Leistung — für ein typisches Einfamilienhaus mit 8–10 kWp also 8–10 kWh. Mit Wärmepumpe oder E-Auto lohnen 12–15 kWh. Zu große Speicher verlängern nur die Amortisation.

Die Faustformel

Speichergröße = 1 kWh pro 1.000 kWh Jahresverbrauch

Ein Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch braucht also ca. 5 kWh Speicher. Wer zusätzlich ein E-Auto laden oder eine Wärmepumpe betreiben will, sollte 1,5–2 kWh pro 1.000 kWh rechnen.

Diese Formel ist ein guter Startwert. In der Praxis hängt die optimale Größe aber von Ihrem Verbrauchsprofil ab: Wer tagsüber zu Hause ist, braucht weniger Speicher als jemand, der erst abends Strom nutzt.

Was passiert bei zu kleinem Speicher?

Der Speicher ist schon nachmittags voll – der überschüssige Solarstrom wird für nur 8 Cent ins Netz eingespeist, statt abends für 36 Cent selbst verbraucht zu werden. Sie verschenken die Differenz von 28 Cent pro kWh.

Was passiert bei zu großem Speicher?

Der Speicher wird im Winter nie voll, und Sie haben Geld für Kapazität ausgegeben, die selten genutzt wird. Die Investition amortisiert sich langsamer.

Empfehlung nach Haushaltsgröße

HaushaltVerbrauchPV-AnlageSpeicherEigenverbrauch
1–2 Pers.2.500 kWh5 kWp5 kWh~70%
3–4 Pers.4.500 kWh8–10 kWp8–10 kWh~75%
5+ Pers.6.000+ kWh10–15 kWp10–15 kWh~80%
Mit E-Auto+3.000 kWh+3–5 kWp+5 kWh~75%
Mit Wärmepumpe+4.000 kWh+4–6 kWp+5 kWh~70%
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Rechenbeispiel: Lohnt sich ein größerer Speicher?

Familie mit 4.500 kWh Verbrauch – 10 kWp PV

Ohne Speicher: 30% Eigenverbrauch = 1.350 kWh × 0,36 € = 486 €/Jahr Ersparnis

Mit 5 kWh Speicher (+4.000 €): 60% = 2.700 kWh × 0,36 € = 972 €/Jahr. Mehrertrag: 486 €/Jahr. Amortisation des Speichers: 8,2 Jahre.

Mit 10 kWh Speicher (+7.500 €): 78% = 3.510 kWh × 0,36 € = 1.264 €/Jahr. Mehrertrag: 778 €/Jahr. Amortisation des Speichers: 9,6 Jahre.

Mit 15 kWh Speicher (+11.000 €): 83% = 3.735 kWh × 0,36 € = 1.345 €/Jahr. Mehrertrag: 859 €/Jahr. Amortisation des Speichers: 12,8 Jahre.

Das Ergebnis: Der Sprung von 0 auf 5 kWh bringt am meisten. Von 5 auf 10 kWh lohnt sich noch gut. Ab 15 kWh wird der Mehrwert pro investiertem Euro gering – außer Sie haben ein E-Auto oder eine Wärmepumpe.

Worauf beim Speicherkauf achten?

  • Nutzbare Kapazität: Ein „10 kWh“-Speicher hat oft nur 9–9,5 kWh nutzbare Kapazität. Achten Sie auf den Netto-Wert.
  • Lade-/Entladeleistung: Mindestens 3–5 kW, damit der Speicher mit Ihrem Verbrauch mithalten kann.
  • Zyklen-Garantie: Gute Speicher haben 10.000+ Zyklen Garantie. Bei einem Zyklus pro Tag reicht das für über 27 Jahre.
  • Notstromfähigkeit: Optional, aber sinnvoll. Bei Stromausfall versorgt der Speicher die wichtigsten Verbraucher.
  • Technologie: LFP (Lithium-Eisenphosphat) ist 2026 Standard – sicher, langlebig und ohne Kobalt.

Fazit

Für die meisten Haushalte ist ein Speicher mit 8–10 kWh der Sweet Spot: Wirtschaftlich sinnvoll, spürbar im Alltag und in 8–10 Jahren amortisiert. Wer ein E-Auto plant, sollte etwas größer dimensionieren.

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